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Ruhla hat (s)einen Lutherbaum


Im Rahmen des Gebets für den Frieden weihten Pfarrer Gerhard Reuther von der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Ruhla und der Bürgermeister der Stadt Ruhla, Hans-Joachim Ziegler, am Montag, dem 26. März, den frisch gesetzten Lutherbaum ein. Er steht gegenüber dem Friedenspfahl auf dem kleinen Platz an der Carl-Gareis-Straße. Damit reiht sich Ruhla ein weiteres Mal in eine weltweite Gemeinschaft von Menschen ein, die sich für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung einsetzen.
In der europäischen Geschichte wurden schon seit der Frühzeit besondere Ereignisse oder besondere Reden in Zusammenhang mit Bäumen gebracht. Auch in der Bibel werden Bäume häufig mit besonderen Ereignissen in Verbindung gestellt. Der Baum der Erkenntnis, der Baum des Lebens in der Geschichte um Adam und Eva, der Ölzweig als Zeichen der Gottesverbundenheit Noahs, Jesus Christus, der sich mit einem Weinstock vergleicht und an einen Kreuzesbaum stirbt.
Bäume nehmen auch eine besondere Stellung bei dem Gedenken an die Reformation Martin Luthers ein. Zu mehreren Anlässen wurden Bäume zum Gedenken an Martin Luther gepflanzt oder in Verbindung zu seinem Wirken gestellt und werden bis heute besonders bedacht. Sie haben in Deutschland eine lange Tradition, aber heute sind sie kaum noch bekannt. Das wollten die Initiatoren ändern und durch dieses Projekt möglichst viele dieser Bäume vorstellen. Ausgehend von einer Idee des Malers und Grafikers Martin Hoffmann (Hamburg) und des Umweltbeauftragten der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Dr. Hans-Joachim Döring, wurde das Thema der Lutherbäume im Kontext des Reformationsgedenkens 2017 auch unter Umwelt- und Eine-Welt-Aspekten wieder aufgegriffen.
 

Sogenannte Lutherbäume sind keine gewöhnlichen Bäume. Ihre Bezeichnung richtet sich nach der Person des Reformators Dr. Martin Luther (1483–1546), in dessen Andenken sie gepflanzt wurden, nicht nach der Baumart.
In Ruhla korrespondiert der Lutherbaum mit der St. Concordia-Kirche und dem Ruhlaer Friedenspfahl, an dem wir nunmehr seit 4 Jahren monatlich zusammenkommen, um in der Gemeinschaft aller friedliebenden Menschen weltweit für Frieden und Gerechtigkeit für alle Menschen zu beten. Mit der reformatorischen Erkenntnis Martin Luthers, daß Jesus Christus das höchste und letzte Zeichen der Liebe und Gnade Gottes für alle Menschen ist, wird zum Ausdruck gebracht, daß er die Quelle von Frieden und Versöhnung ist. Diesen Frieden zu schützen und zu stärken ist die Aufgabe aller Menschen. Unser Friedenspfahl und unser Lutherbaum sollen dafür Symbole sein und uns ermutigen, ein friedvolles Miteinander zu gestalten und dafür einzutreten.
 

Info: www.lutherbaum.de